Die Schutzkleidung obliegt Prüfkriterien nach Europanorm und nach HuPF (Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzkleidung), damit eine größt mögliche Sicherheit für Feuerwehrmänner im Einsatz gegeben ist. Diese Prüfungen werden von Versicherungsinstitutionen, wie z.B. der Feuerwehrunfallkasse (FUK) oder Bundesverband der Unfallkassen (BUK) gefordert. Feuerwehrschutzhelme, Flammschutzhauben, Sicherheitsgurte, Feuerwehrstiefel, Rettungsgeräte und spezielle Ausrüstungsgegenstände (z.B. Höhenrettungszubehör) werden auch nach DIN-Normen und EN-Normen geprüft.
Es kommt aber immer wieder vor, das ungeprüfte
Bekleidungsstücke oder Gerätschaften in den Vertrieb gelangen und
angeboten werden. Man sollte aber unbedingt darauf achten, nur geprüfte
Sachen zu beschaffen oder in Ausschreibungen so zu deklarieren.
Einfachste Überprüfungsmöglichkeit der Schutzkleidung ist die
Prüfnummer, diese fängt meistens mit Prüf Nr: DÜH- J... an. Ein
weiteres Merkmal sind die umlaufenden Reflexstreifen in
Gelb-Silber-Gelb von "3M". Der Reflexstreifen ist an beiden Ärmeln, auf
der Brust, auf dem Rücken und am unteren Rand der Einsatzjacke
angebracht. Bei Überhosen ist ein Reflexstreifen quer und eine längs an
jedem Hosenbein.
Ist die Feuerwehrüberjacke nach EN 471 II / Klasse II geprüft (ÜJ-J...),
kann diese im Verkehr ohne Warnweste getragen werden. Es spricht aber
nichts dagegen, zusätzlich zur eigenen Sicherheit eine Warnweste mit
der Aufschrift "Feuerwehr" zu tragen.
begrenzte Flammausbreitung (EN 532)
Wärmedurchgang Flamme / Strahlung (EN 366 / EN 367)
verbleibende Materialfestigkeit nach Wärmebestrahlung
Reißfestigkeit, Weiterreißfestigkeit, Oberflächenbenetzung, Maßänderung, durchdringen flüssiger Chemikalien
Wasserdichtigkeit
Wasserdampfdurchlässigkeit
Farbe in vorgegebene Farbbereichen, Mindestleuchtdichtefaktor
Lichtechtheitswerte
Farbechtheiten: Reibechtheit, Schweißechtheit, Waschechtheit, Trockenreinigungsechtheit, Hypochloridechtheit, Bügelechtheit
Maßänderung ISO 5077
Höchstzugkraft / Berstfestigkeit
Dafür werden Gewebe eingesetzt aus Materialien wie:
Nomex® III
Nomex® III + 1 % Edelstahlantistatikbeimischung
Nomex® Delta C™ = Nomex® Comfort
Nomex® Delta T™ antistatisch = Nomex® Outershell Tough
Kermel® HTA
PBI® / para - Aramid
PBI® -Gold (100% Baumwolle)
Kermel Viscose
Viscose und Aramid zu je 50%
Nomex® Delta TA™
X-Fire Guardian
Je nach Preis für die Feuerwehrschutzkleidung wird ein verschiedener Nässe-Schutz verarbeitet:
PU®
PU-Guardian®
Sympatex®
Gore-Tex®
AIRLOCK® (in Verbindung mit Gore-Tex®)
HuPF - Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzkleidung
HuPF Teil 1 / 4:
Gewebe geprüft für Feuerwehrüberjacken und -überhosen
Eingesetzt werden hier alle oben genannten Materialien. Diese Kleidungsstücke sind auch mit Schnittschutz erhältlich.
HuPF Teil 2 / 3: Gewebe geprüft für Dienstkleidung
Eingesetzt werden alle oben genannten Materialien.
HuPF Teil 1:
Feuerwehrüberjacke
mit Zertifizierung und Einsatz der oben genannten Materialien.
Zusätzlich angebrachte Reflexstreifen Gelb/Silber (Scotch3M).
HuPF Teil 2:
Einsatzjacke
mit Zertifizierung und Einsatz der oben genannten Materialien.
Zusätzlich angebrachte Reflexstreifen Gelb/Silber (Scotch3M).
Hupf Teil 3:
Latz-
oder Rundbundhose mit Zertifizierung und Einsatz der oben genannten
Materialien. Zusätzlich angebrachte Reflexstreifen Gelb/Silber
(Scotch3M).
HuPF Teil 4:
a)
Feuerwehrüberhose dreilagig mit Zertifizierung und Einsatz der oben
genannten Materialien. Zusätzlich angebrachte Reflexstreifen
Gelb/Silber (Scotch3M). Unter dieser Ausführung muss eine zugelassene
Feuerwehrhose getragen werden.
b) Feuerwehrüberhose vier- oder mehrlagig mit Zertifizierung und Einsatz der oben genannten
Materialien. Zusätzlich angebrachte Reflexstreifen Gelb/Silber
(Scotch3M). Unter dieser Ausführung muss je nach Hersteller keine
Feuerwehrhose getragen werden. Dies muss aber in schriftlicher Form
vorliegen.
HuPF Teil 5:
Dieser
Teil ist noch in Arbeit. Der Teil 5 wird die Schutzfunktion von
Feuerwehrhandschuhen regeln. Hierbei ist ein Kriterium, das der
Handschuh mit dem Innenfutter bis in den Finger vernäht ist. Bisher hat
aber nur ein Hersteller das Patent und darf die Hupf Teil 5 für sich in
Anspruch nehmen. Im Gegensatz zu Teil 1-4 wird in diesem Teil Leder
eine große Rolle spielen. Einige Hersteller bieten jetzt auch schon
Feuerwehrschutzhandschuhe nach EN 659 an.
Die
beste Schutzkleidung verliert ihren Sinn, wenn sie nicht vernünftig
gepflegt wird. Pflegeanleitungen sind fast jedem Kleidungsstück
beigelegt und sollten genauestens gelesen und beachtet werden. Selbst die beste
Schutzkleidung ist jedoch wirkungslos, wenn sich der Nutzer absichtlich in
Gefahren begibt, die er nicht abschätzen kann.
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| Feuerwehrüberjacke (Teil 1) | Überhose (Teil 4b) | Dienstjacke (Teil 2) | Diensthose (Teil 3) |
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| Kermel | Leder | Elchspaltleder | Elchspaltleder |
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| Römer (Bullard) | Bullard | MSA-Auer | Rosenbauer Heros GFK |
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Der Fw-Sicherheitshelm darf aktuell noch getragen werden. Aufgrund seiner Leitfähigkeit ist eine Neubeschaffung jedoch untersagt. |
| CFG Gallet (MSA-Auer) | Schuberth F210 | Fw-Sicherheitshelm |