Schutzkleidung der Feuerwehren

Die Schutzkleidung obliegt Prüfkriterien nach Europanorm und nach HuPF (Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzkleidung), damit eine größt mögliche Sicherheit für Feuerwehrmänner im Einsatz gegeben ist. Diese Prüfungen werden von Versicherungsinstitutionen, wie z.B. der Feuerwehrunfallkasse (FUK) oder Bundesverband der Unfallkassen (BUK) gefordert. Feuerwehrschutzhelme, Flammschutzhauben, Sicherheitsgurte, Feuerwehrstiefel, Rettungsgeräte und spezielle Ausrüstungsgegenstände (z.B. Höhenrettungszubehör) werden auch nach DIN-Normen und EN-Normen geprüft.


Es kommt aber immer wieder vor, das ungeprüfte Bekleidungsstücke oder Gerätschaften in den Vertrieb gelangen und angeboten werden. Man sollte aber unbedingt darauf achten, nur geprüfte Sachen zu beschaffen oder in Ausschreibungen so zu deklarieren. Einfachste Überprüfungsmöglichkeit der Schutzkleidung ist die Prüfnummer, diese fängt meistens mit Prüf Nr: DÜH- J... an. Ein weiteres Merkmal sind die umlaufenden Reflexstreifen in Gelb-Silber-Gelb von "3M". Der Reflexstreifen ist an beiden Ärmeln, auf der Brust, auf dem Rücken und am unteren Rand der Einsatzjacke angebracht. Bei Überhosen ist ein Reflexstreifen quer und eine längs an jedem Hosenbein.


Ist die Feuerwehrüberjacke nach EN 471 II / Klasse II geprüft (ÜJ-J...), kann diese im Verkehr ohne Warnweste getragen werden. Es spricht aber nichts dagegen, zusätzlich zur eigenen Sicherheit eine Warnweste mit der Aufschrift "Feuerwehr" zu tragen.

 

Anforderungen an Schutzkleidung für die Feuerwehr gemäß EN 469 umfassen:

Anforderungen an Schutzkleidung für die Feuerwehr gemäß EN 471 (Hochsichtbare Warnschutzkleidung) umfassen:

Schutzkleidung für die Feuerwehr nach HuPF

Dafür werden Gewebe eingesetzt aus Materialien wie:

Je nach Preis für die Feuerwehrschutzkleidung wird ein verschiedener Nässe-Schutz verarbeitet:

 

Gewebequalitäten konform gängiger Normen der Feuerwehr:


HuPF - Herstellungs- und Prüfungsbeschreibung für eine universelle Feuerwehrschutzkleidung


HuPF Teil 1 / 4:
Gewebe geprüft für Feuerwehrüberjacken und -überhosen
Eingesetzt werden hier alle oben genannten Materialien. Diese Kleidungsstücke sind auch mit Schnittschutz erhältlich.

HuPF Teil 2 / 3: Gewebe geprüft für Dienstkleidung
Eingesetzt werden alle oben genannten Materialien.

HuPF Teil 1:
Feuerwehrüberjacke mit Zertifizierung und Einsatz der oben genannten Materialien. Zusätzlich angebrachte Reflexstreifen Gelb/Silber (Scotch3M).

HuPF Teil 2:
Einsatzjacke mit Zertifizierung und Einsatz der oben genannten Materialien. Zusätzlich angebrachte Reflexstreifen Gelb/Silber (Scotch3M).

Hupf Teil 3:
Latz- oder Rundbundhose mit Zertifizierung und Einsatz der oben genannten Materialien. Zusätzlich angebrachte Reflexstreifen Gelb/Silber (Scotch3M).

HuPF Teil 4:
a)
Feuerwehrüberhose dreilagig mit Zertifizierung und Einsatz der oben genannten Materialien. Zusätzlich angebrachte Reflexstreifen Gelb/Silber (Scotch3M). Unter dieser Ausführung muss eine zugelassene Feuerwehrhose getragen werden.
b) Feuerwehrüberhose vier- oder mehrlagig mit Zertifizierung und Einsatz der oben genannten Materialien. Zusätzlich angebrachte Reflexstreifen Gelb/Silber (Scotch3M). Unter dieser Ausführung muss je nach Hersteller keine Feuerwehrhose getragen werden. Dies muss aber in schriftlicher Form vorliegen.

HuPF Teil 5:
Dieser Teil ist noch in Arbeit. Der Teil 5 wird die Schutzfunktion von Feuerwehrhandschuhen regeln. Hierbei ist ein Kriterium, das der Handschuh mit dem Innenfutter bis in den Finger vernäht ist. Bisher hat aber nur ein Hersteller das Patent und darf die Hupf Teil 5 für sich in Anspruch nehmen. Im Gegensatz zu Teil 1-4 wird in diesem Teil Leder eine große Rolle spielen. Einige Hersteller bieten jetzt auch schon Feuerwehrschutzhandschuhe nach EN 659 an.

Die beste Schutzkleidung verliert ihren Sinn, wenn sie nicht vernünftig gepflegt wird. Pflegeanleitungen sind fast jedem Kleidungsstück beigelegt und sollten genauestens gelesen und beachtet werden. Selbst die beste Schutzkleidung ist jedoch wirkungslos, wenn sich der Nutzer absichtlich in Gefahren begibt, die er nicht abschätzen kann.

 

Einige Beispiele für Schutzkleidung (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Überbekleidung:

Feuerwehrüberjacke (Teil 1) Überhose (Teil 4b) Dienstjacke (Teil 2) Diensthose (Teil 3)

 

Handschuhe nach EN659:

Kermel Leder Elchspaltleder Elchspaltleder

 

Feuerwehrhelme nach EN 443:

Römer (Bullard) Bullard MSA-Auer Rosenbauer Heros GFK

Der Fw-Sicherheitshelm darf aktuell noch getragen werden. Aufgrund seiner Leitfähigkeit ist eine Neubeschaffung jedoch untersagt.

CFG Gallet (MSA-Auer) Schuberth F210 Fw-Sicherheitshelm