Eine Situation, wie sie auch bei uns im Ort jederzeit vorkommen könnte. Es brennt und die Fahrzeuge der Feuerwehr kommen nicht durch die Straßen zum Einsatzort.
Ein schlimmer Gedanke: Es brennt in Ihrer Straße, Personen sind möglicherweise in Gefahr und auf Grund von unsachgemäss abgestellten Fahrzeugen kommt die Feuerwehr nicht durch. Grundsätzlich gilt: Halten Sie eine Mindestdurchfahrtsbreite von 3 Metern frei. Vermeiden Sie das Parken in Kurven, denn eine Drehleiter oder ein Tanklöschfahrzeug besitzt einen sehr großen Wendekreis.
Für unseren Ort nicht vollumfänglich relevant, aber generell zu beachten sind die nächsten vier Punkte:
Gekennzeichnete Bereiche wie Brandschutzzone, Feuerwehraufstellfläche oder Feuerwehrzufahrt sind grundsätzlich frei zu halten.
In verkehrsberuhigten Zonen sind häufig Sperrpfosten, Sperrbalken oder Ketten angebracht die als Absperrvorrichtungen dienen. Diese bitte unbedingt freihalten. Die Feuerwehr besitzt Schlüssel, um die Sperren zu öffnen. Doch nutzten diese wenig, wenn die speziell gekennzeichneten Flächen zugeparkt sind. Es müssen hier, unter Umständen, zeitraubende Umwege gefahren bzw. die Fahrzeuge weggezogen oder abgeschleppt werden.
Wo eine Drehleiter nicht eingesetzt werden kann, kommen meist tragbare Leitern zum Einsatz. Bei Gebäuden die eine Fensterbrüstungshöhe von 8 Metern überschreiten muss ausreichend Platz vorhanden sein, um die Leitern aufstellen zu können.
Nicht jedes Gebäude kann direkt angefahren werden, teilweise liegen manche Häuser abseits der Strasse und es gibt nur schmale Wege zu dem Gebäude. Auch diese Wege sollten nicht zugeparkt werden.
Erschwerend kommt die Wasserversorgung hinzu.
In 90 Prozent aller Fälle löscht die Feuerwehr Brände mit Wasser. Der Erstangriff wird meist mit Wasser aus dem Löschwassertank des Fahrzeugs vorbereitet und eingeleitet. Leider ist dieser Wasservorrat in wenigen Minuten verbraucht.
Das zusätzlich benötigte Löschwasser wird Zapfstellen im Straßenbereich entnommen, die als Überflur- und Unterflurhydranten bezeichnet werden. Um Beschädigungen an Hydranten zu vermeiden und Verkehrsbeeinträchtigungen auszuschließen, werden heute überwiegend Unterflurhydranten für die Löschwasserversorgung verwendet.
In unserem Ort handelt es sich ausschließlich um öffentliche
Unterflurhydranten. Auch wenn es den Städten und Gemeinden obliegt die
öffentlichen Hydranten freizuhalten, ist hier zusätzlich jeder gefordert.
Befinden sich Hydranten auf Gehwegen und Parkflächen, sind Hydrantendeckel und -verschlüsse von Kraftfahrzeugen freizuhalten.
Fahrzeuge, die auf Hydranten stehen, bedeuten ein großes Hindernis für die Einsatzkräfte der Feuerwehr.
Im Winter vergehen zusätzlich wertvolle Minuten, wenn vereiste Hydranten erst von der Feuerwehr zugänglich gemacht und aufgetaut werden müssen.
Die Hinweisschilder von Hydranten sind leicht zu erkennen. Es sind weiße, rechteckige Schilder mit Maßen von 250 x 200 mm und einem 20 mm breiten roten Rand. Die schwarzen Zahlen auf dem Schild geben die Lage des Hydranten in Meter-Entfernung nach vorwärts, links oder rechts an.
Sicherlich möchten Sie nicht Besitzer eines Fahrzeuges sein, dass im Ernstfall Rettungswege
oder Hydranten versperrt. Überlegen Sie, bevor Sie aussteigen, ob Sie möglicherweise im
Weg stehen könnten, denn: "Wer durch Parken seines Fahrzeuges im
Einsatz befindliche Rettungsfahrzeuge behindert, muss mit einen Bußgeld von 40
Euro sowie 1 Punkt in Flensburg rechnen."