In kaum einem anderen Wirtschaftszweig ist die Brandgefahr so groß wie in der Landwirtschaft. Jahr für Jahr fallen hier dem Feuer Millionenwerte in Form von Gebäuden, Maschinen, Erntevorräte und auch Vieh zum Opfer. Durch das Lagern von brennbarem Erntegut bzw. Futter- und Düngemittel und das Betreiben von Maschinen und Fahrzeugen herrscht hier ein besonders hohes Risiko. Die Selbstentzündung von Heu oder Grummet trägt einen gewichtigen Teil zu dieser Bilanz bei. Glücklicherweise in unserer Gegend eher selten.
Um die Selbstentzündung des Ernteguts zu vermeiden, bedarf es eigentlich nur des Beachtens einiger einfacher Regeln und Grenzwerte:
Das Erntegut nur trocken einfahren, damit Brandgefahr und Nährstoffverluste vermieden werden. Ab dem zweiten Tag der Einlagerung sind drei Monate lang regelmäßige Temperaturkontrollen durchzuführen.
Mit einer Heumess-Sonde, die zum günstigen Preis im Fachhandel erworben werden kann, können genaue Temperaturüberwachungen vorgenommen werden.
Folgende wichtige Temperaturspannen sind zu beachten:
Temperaturen bis 50°C sind noch ungefährlich und kennzeichnen eine normal verlaufende Fermentation.
Bei Erwärmung des Lagergutes auf Temperaturen zwischen 50°C und 70°C besteht bereits Brandgefahr, die eine regelmäßige Messung des Heustockes in Zeitabständen bis fünf Stunden erfordert.
Werden 70°C überschritten, ist unverzüglich die Feuerwehr zu alarmieren.
Diese wird geeignete Maßnahmen zur Brandvermeidung einleiten.