Kaminbrand

Der Winter ist eine Zeit, in der es sich am bequemsten am Herdfeuer oder am Kaminofen aushalten lässt. Beide bieten gegenüber der Zentralheizung eine gemütliche Wärme. So schön wie es auch immer ist, so sollten den Gefahren, die von diesen Feuerstellen ausgehen nicht verkannt werden.

Aufgrund der enorm gestiegenen Energiepreise gehen Feuerwehr und Schornsteinfeger von einer Zunahme der Kaminbrände aus. Dies wurde auch in unserem kleinen Ort in den vergangenen Jahren mehrfach beobachtet. Funken schlagen aus dem Schornstein und bedrohen dadurch das eigene und benachbarte Häuser. Bei einem Kaminbrand entstehen Temperaturen von bis zu 1.400 Grad. Diese Temperatur kann auch im inneren des Hauses an den Seitenwänden des Kamins zur Entzündung angelagerter Materialien (Tapeten, Teppiche, Holzbalken, etc.) führen. 

Doch was ist die Ursache für einen Kaminbrand? Meistens ist die Ursache für einen Kaminbrand im Verbrennen von nicht trockenem Holz zu finden. Leider muss die Feuerwehr immer wieder beobachten, dass in Herdfeuern oder Kaminöfen Brennmaterialien zum Einsatz kommen, die dort nichts zu suchen haben. Dazu zählen beispielsweise Kunststoffabfälle oder bunt bedrucktes Papier (Prospekte, Illustrierte, etc.). Auch wenn man sich einen sogenannten "Allesbrenner" angeschafft hat, so bedeutet das noch lange nicht, dass man seine eigene Müllverbrennungsanlage betreiben darf. Problematisch ist auch harzreiches Holz, sprich Nadelhölzer. 

Nicht vollständig verbrannter Kohlenstoff setzt sich im Kamin ab. Kontrolliert man selbst über die Revisionsklappe den Kamin und entdeckt "glänzende Ablagerungen" sollte man sich sofort mit dem zuständigen Schornsteinfeger in Verbindung setzen. Es handelt sich dabei um ernstzunehmende Vorboten für einen Kaminbrand. Kommen jetzt noch hohe Flammen, die beim Anzünden eines Herdfeuers sofort in den Kamin schlagen, ist der Brand vorprogrammiert. 

Bitte beachten Sie beim Betrieb eines Holzofens oder Kamins folgenden Hinweise.