Atomare Gefahren

Unter „Atomare Gefahren“ sind, wie aus der Wortschöpfung bereits hervorgeht, Gefahren, die von Atomen bzw. Atomverbänden ausgehen, gemeint.

Beispielsweise kann man im Laboratorium Atome verdampfen, diese ionisieren, in einem (Linear)-Beschleuniger auf eine bestimmte Geschwindigkeit (oder Energie) bringen, in einem weiteren Schritt wieder neutralisieren und einem bestimmten Experiment zuführen.
Eine andere Möglichkeit ist, ein Trägermaterial mit dem benötigten Material zu beschichten und dies dann durch einen Laserstarhl zu verdampfen.

Inwieweit von beschleunigten Atomen bzw. Atomverbänden beim Auftreffen auf biologisches Material eine Gefahr ausgeht, soll (aufgrund der Seltenheit) an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden.
Da dies sehr spezielle Anwendungen sind, dürfte der normale Feuerwehrmann mit atomarer Strahlung wohl kaum konfrontiert werden. Für den sehr unwahrscheinchen Ausnahmefall ist bei solchen Apperaturen im Betrieb immer eine Sachkundige Person anwesend. Falls dies aus welchen Gründen auch immer nicht der Fall sein sollte:
All diese Anlagen funktionieren aufgrund der Zufuhr von elektrischer Energie. Wenn es nicht anders geht, hilft in diesm Fall dann nur noch, den „Netzstecker“ zu ziehen.
Die meisten Menschen verstehen jedoch fälschlicherweise unter Atomaren Gefahren die Gefahren durch Ionisierende Strahlung bzw. Kernstrahlung (nuclear radiation). All diese Aspekte sind in der Rubrik „Nukleares“ bzw. „Radiologisches“zu finden.



Noch eine kleine Anmerkung: Politisch korrekt könnte man Atomkraftwerk (z.B. Braunkohlekraftwerk) und Kernkarftwerk (z.B. Druckwasserreaktor) folgendermaßen unterscheiden: Atomkraftwerk: Ein Atomkraftwerk ist eine Anlage zur konvertierung thermischer Energie, hervorgerufen durch den Rekombinationsprozeß der Bindungselektronen zwischen dem Luftsauerstoff und den in fossilen Brennstoffen hauptsächlich enthaltenen Elementen (Kohlenstoff und Sauerstoff) in Form einer exothermen Oxidation, in elektrische Energie. Kernkraftwerk: Ein Kernkraftwerk ist eine Anlage zur Konvertierung thermischer Energie, hervorgerufen durch den durch thermische Neutronen induzierten Kernspaltungsprozeß von U-233, U-235 bzw. Pu-239 und der damit verbundenen Freisetzung der Kernbindungsenergie sowie der Relaxationsenergie der Spaltprodukte, in elektrische Energie.