Der Flammpunkt ist die niedrigste Temp. bei einem Luftdruck von 1013 mbar , bei der sich aus einer Flüssigkeit Dämpfe in solchen Mengen entwickeln, daß sie mit der über dem Flüssigkeits-Spiegel stehenden Luft ein durch Fremdzündung entflammbares Gemisch ergeben (DIN 51376).
Bei der Flammpunkt-Best. muß der Barometerstand berücksichtigt werden, da bei geringerem Luftdruck die Verdunstung rascher erfolgt.
Allgemein gilt: Je niedriger der Siedepunkt, um so tiefer der Flammpunkt, um so stärker die Verdunstung bei gewöhnlicher Temp., um so höher die Feuergefährlichkeit.
Durch geringe Verunreinigungen kann der Flammpunkt unter Umständen stark verändert werden.
In manchen Fällen kann der Flammpunkt nach der empir. Gl. Flammpunkt. = (0,736·Sdp.) –72° näherungsweise berechnet werden.
Der Flammpunkt ist eine wichtige Kennzahl für feuergefährliche u. explosionsfähige Stoffe.

Experimenteller Aufbau zur Bestimmung des Flammpunktes nach DIN 51376
Der Brennpunkt einer brennbaren Flüssigkeit ist die Temperatur, bei der sich Dämpfe in solcher Menge entwickeln, daß man nach ihrer Entzündung durch eine Zündquelle ein ständiges Brennen unterhalten bleibt.
Die Zündtemperatur ist diejenige Temperatur, bei der Stoffe an heißen Körpern Selbstentzündung zeigen (Entzündungstemperatur). Die Zündtemperatur ist demnach die niedrigste Temperatur, die brennbare Gase, Dämpfe, Stäube od. feinzerteilte feste Stoffe im „zündwilligsten“ Gemisch mit Luft besitzen müssen, um die Verbrennung einzuleiten. Man unterscheidet:
selbstentzündliche,
leichtentzündliche und
schwerentzündliche Stoffe.
Eine genauere Einteilung ist nach Temperaturklassen (T1–T6) bzw. Zündgruppen (G1–G5) möglich.
Die Kenntnis der Zündtemperatur (und des Flammpunkts) hat bes. bei den als feuergefährliche und/oder explosionsfähige Stoffe geltenden Gefahrstoffen große Bedeutung im Hinblick auf Arbeitssicherheit, Kennzeichnung mit den entsprechenden Gefahrensymbolen, Einteilung in Gefahrenklassen für die Transportbestimmungen.
Die Mindestverbrennungstemperatur ist diejenige Temperatur, ab der so viel Energie freigesetzt wird, um den Bedarf für die thermische Aufbereitung des brennbaren Stoffes zu decken.
Ist die Temperatur, bei der die Verbrennung eines Stoffes unter normalen Bedingungen stattfindet. Hier sind die W&aulm;rmeproduktion, der Energiebedarf der reaktion und die Wärmeverluste an die Umwelt ausgeglichen.
Unter Explosions- oder Zündgrenzen versteht man die untere bzw. obere Grenzkonzentration eines brennbaren Gases oder Dampfes in Mischung mit Luft, zwischen denen das Gas-(Dampf-)Luft-Gemisch durch Erhitzen oder mit Hilfe eines Funken zur Explosion gebracht werden kann. Die Explosionsgrenzen sind druck- u. temperaturabhängig, sie werden als Konzentration des brennbaren Gases od. Dampfes in Vol.-% od. g*m-3 für einen Anfangszustand von 1013 mbar u. 20°C angegeben.
Die Explosionsfähigkeit von Staub-Luft-Gemischen ist stark abhängig von der Korngröße der Stäube.
Die Dichte eines Stoffes ist der Quotient aus Masse und Volumen des betreffenden Stoffes. Sie wird in g*m-3 oder kg*m-3 angegeben.
Neben der absoluten Dichte gibt es noch die relative Dichte, bei der Wasser mit 4 °C als Referenz dient.
Interessant ist die Dichte von Gefahrstoffen, die sich nicht mit Wasser mischen lassen. Stoffe mit kleinerer Dichte schwimmen auf dem Wasser und solche mit größerer Dichte sinkenauf den Boden. Aus dieer Erkenntnis lassen sich schnell und einfach einsatztaktische Maßnahmen ableiten.
Die relativen Molekülmassen errechnen sich aus den relativen Atommassen (u) durch Addition der Massen der einzelnen, im betreffenden Molekül vorkommenden Atome.
Die hierfür benötigte atomare Masseneinheit ist 1/12 des Gewichts eines Kohlenstoff-Atoms C-12, diese Masseneinheit gilt gleichermassen für Neutronen und Protonen, aus denen jedes Atom besteht.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung:
Luft besteht zu rund 78% aus Stickstoff (N2), 21% Sauerstoff (O2) und 1 % Argon (Ar). Stickstof hat die Molmasse 14, Sauerstoff 16 und Argon 40.
Hieraus folgt 2*N*78% + 2*O*21% + 1*Ar*1% = 2*14u*0,78+2*16u*0,21+1*40u*0,01 = 28,96u
Luft hat also eine mittlere Molekülmasse von 29u. Ähnlich der Dichte bei Flüssigkeiten kann man mit Hilfe der rel. Molmasse auf das Verhalten von Gasen in der Luft schließen. So hat Propan (C3H8) eine rel MM von 44u und wird auf den Boden sinken, wohingegen Kohlenmonoxyd (CO) mit 28u sich gelichmäßig mit der Luft vermischt oder Methan (CH4, 16u) nach oben steigt.
Bezeichnung für diejenige Temperatur, bei der die flüssige u. die gasförmige Phase eines Stoffes bei 1,013 bar Druck im thermodynamischen Gleichgewicht stehen.
Bezeichnung für diejenige Temperatur, bei der die flüssige u. die feste Phase eines Stoffes bei 1,013 bar Druck im thermodynamischen Gleichgewicht stehen.
Bezeichnung für diejenige Temperatur, bei der die feste u. die gasförmige Phase eines Stoffes bei 1,013 bar Druck im thermodynamischen Gleichgewicht stehen.
Erhitzt man in einem abgeschlossenen System eine Flüssigkeit, so bildet sich über der Flüssigphase Dampf,der sich mit zunehmender Temperatur immer mehr verdichtet. Schließlich wird bei weiterem Erhitzen ein Punkt erreicht, an dem die Dichte des Dampfs ebenso groß ist wie die der Flüssigkeit, so daß zwischen Dampf u. Flüssigkeit kein Unterschied mehr besteht. Der Flüssigkeits-Meniskus verschwindet. Diese Temperatur nennt man die kritische Temperatur, den dazugehörigen Druck den kritischen Druck, die hierbei gemessene Dichte die kritische Dichte und das Volumen, das ein Mol des betreffenden Stoffs bei der kritischen Temperatur einnimmt, das kritische Volumen. Alles zusammen nennt man den kritischen Punkt.
Oberhalb des kritischen Punktes läßt sich ein Gas auch unter Anwendung stärkster Drücke nicht mehr verflüssigen
Der Trippelpunkt ist der Punkt an welchem die 3 Phasen (fest, flüssig und gasförmig) gleichberechtigt koexistieren. Vgl. Phasendiagramm von Wasser.